Einzelberatung

In der Einzelberatung kann man daran arbeiten, Beziehungen zu verbessern und gewünschte Veränderungen anzuregen. Dies kann die Familie, Freundschaften, berufliche Beziehungen oder auch den eigenen Umgang mit anderen Menschen betreffen. Bestehende Krisen und Konflikte, störende Verhaltensmuster oder belastende Themen des eigenen Lebens stehen hier im Fokus. Eigene Stärken sollen erkannt werden, um mit schwierigen Lebenssituationen und Veränderungen besser zurecht zu kommen.

 

"Das Leben ist nicht so, wie es sein sollte. Es ist so, wie es ist. Wie man damit umgeht, macht den Unterschied aus." (Virginia Satir)

 

Themen für eine Einzelberatung können sein:

  •  Umgang mit einschneidenden Lebensereignissen
  • Überforderung und Stressituationen
  • Trennung und Verlust
  • Konflikte in Beziehungen, in der Familie, im Beruf
  • Ängste, Einamkeit, Selbstwertprobleme
  • Umgang mit beruflichen Krisen

Einzelcoaching: sich bewusst Zeit für sich, die eigenen Fragen und Probleme nehmen

Im Einzelcoaching beschäftigen wir uns mit den essentiellen Themen, die gerade im Vordergrund des eigenen Lebens stehen. Dies können aktuelle Belastungen, Sorgen und Ängste sein, die den Alltag dominieren. Ebenso kann es sich dabei um grundsätzliche Zusammenhänge der persönlichen Biografie handeln, denen man sich mit profressioneller Hilfe widmen möchte.

 

Was möchte ich in meinem Leben erreichen? Was sind meine Bedürfnisse und Wünsche? Was macht mich glücklich? Was möchte ich in meinem Leben ändern? Wie kann es mir gelingen, Herausforderungen anzugehen? Wie kann ich meine Stärken finden und gezielt einsetzen? Welche kleinen Schritte kann ich gehen, um dem gewünschten Zustand näher zu kommen? Wie gehe ich mit meinen Ängsten und inneren Konflikten um? Welche Glaubenssätze beeinflussen mich und wie kann ich diese ändern?

In der Einzelberatung setzt man sich mit sich selbst und der Situation, in der man sich befindet, intensiv auseinander.

 


Beratung und Coaching mit Jugendlichen in der Coronakrise

Immer mehr Jugendliche nehmen Beratungsangebote in Anspruch, um belastende Themen ihres Lebens zu besprechen oder aufzuarbeiten.

 

Jugendliche wurden seit Beginn der Coronakrise in allererster Linie in ihrer Rolle als Schüler wahrgenommen. Die Fragen, deren Bearbeitung man sich gesellschaftlich und politisch annahm, drehten sich unter anderem um Digitalisierung des Unterrichts und Homeschooling. Im Mittelpunkt stand die Aufgabe, stets die Bildung, wie sie in unserem Schulsystem verstanden wird, zu gewährleisten. Schüler hätten schließlich ein Recht auf Bildung. Ob nun also vor dem Rechner, im Wechselunterricht oder im vollen Präsenzunterricht: der Wissenserwerb stand mehr denn je im Vordergrund. Der Druck auf die Schüler erhöhte sich immens und bei vielen bestand der ganze Tag aus schulischen Themen, Aufgaben, Konferenzen. Gleichzeitig gabe es viele Schüler, die diese Belastung kaum aushalten konnten und gänzlich mit dem Lernen aufgehört und sich zurückgezogen haben. Ohnehin vorhandene Bildungsungleichheiten wurden dadurch verstärkt. Viele Fächer, die wichtig wie die kognitive Entwicklung von Kindern und Jugendlichen sind, wurden kaum oder gar nicht unterrichtet und der Fokus lag auf den Hauptfächern.

 

Der gemeinsame Schulweg, Sport, Pausenhofaktivitäten, Ausflüge und Nachmittags-AGs stellen einen wichtigen Teil des Schullebens dar. Schule ist ein Raum sozialer Interaktion, an dem man sich mit Freunden austauscht und einen Teil seiner Freizeit verbringt. Dieser Aspekt hat einen gravierenden Einfluss auf Lernmitivation und Lebensfreude und ist durch die Restriktionen der vergangenen eineinhalb Jahre zu kurz gekommen. Ebenso sind andere Räume weggefallen, die Möglichkeiten sozialer Begegnungen schaffen, wie Vereine und Freizeitsport, Hobbies und Aktivitäten wie der Besuch eines Konzerts oder Freizeitparks. Die Freizeit wurde vorwiegend alleine, vor dem Fernseher oder Computer verbracht. Die fehlende Tagesstruktur stellt eine große Belastung dar, die viele Familien überfordert.

 

Zahlreiche andere Bedürfnisse von Jugendlichen wurden in dieser Zeit kaum beachtet. Dass dies mit sinkender Motivation, einem Gefühl von Perspektivlosigkeit oder allgemeiner körperlicher und seelischer Abgeschlagenheit einhergeht, ist nachvollziehbar.

 

Vielen Jugendlichen wird ein Einstieg in das Leben "nach Corona" nicht schwer fallen, sie werden sich nach und nach anpassen und die Strapazen der vergangenen Zeit hinter sich lassen. Anderen widerrum wird dies nicht so leicht fallen und die Probleme werden sie auch weiterhin auf ihrem Weg begleiten. Langfristige Lerndefizite, soziale Probleme, Familienkrisen, die entstanden sind oder sich verschlimmert haben, verschwinden in der Regel nicht von alleine. Eine Beratung oder ein Coaching kann sowohl Jugendlichen als auch ihren Familie dabei helfen, wieder Struktur und Stabilität in den Alltag zu integrieren. Die Veränderungen, die die Coronazeit für den Einzelnen mit sich gebracht hat und der Einfluss dieser Veränderungen ist individuell sehr unterschiedlich. In der Beratung wird ganz genau hingesehen, um problematische Muster zu erkennen und einen Weg aus verfahrenen Situationen zu finden. Dieser Problemlagen zeigen sich z.B. in der Beziehung zu Freunden oder zu den Eltern, durch soziale Schwierigkeiten in der Schule, Unlust und Demotivation im Alltag oder psychische Belastungen. Auch dies ist sehr unterschiedlich und jeder Fall wird in seiner Einzigartigkeit respektvoll betrachtet. Alle Sorgen, Ängste, Bedürfnisse und Gedanken haben ihre Berechtigung- es gibt in der Beratung kein Richtig und Falsch und keine Wertungen. Die Kommunikation findet stets auf Augenhöhe statt.